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Business-Karma

03 Februar 2015,   By ,   3 Comments

Mel-in-KamakuraEin neuer Job ist wie ein neues Leben.

Du musst wieder bei Null anfangen, dich einarbeiten, im neuen Job stehen, gehen, laufen lernen.

Und welchen Job du bekommst, hängt von deinen vorherigen Job-Leben ab. Je nachdem, ob du fleißig oder faul, brav oder brutal, schüchtern oder skrupellos warst, wirst du in die entsprechende Kaste bzw. das passende Karrierelevel „wiedergeboren“.

In jedem Leben/Job gibt es eine Lernaufgabe, die du zu bewältigen hast. Sei es, dem Chef den perfekten Kaffee zu kochen, deine Ansicht gegenüber Kollegen durchzusetzen oder den Kunden kompetent zu beraten.

Wenn du erfolgreich warst, bekommst du im nächsten Level die nächst schwierigere Aufgabe. Wenn du es nicht schaffst, erscheint so lange dieselbe Situation in leicht abgewandelter Form, bis du die Lektion lernst.

Das gilt insbesondere für Selbständige, für die jeder neue Auftrag wie „ein neues Leben“ ist.

Versau‘ dir nicht das Karma.

Ich bin keine Buddhistin, aber ich will mit dieser spirituellen Analogie sagen: Unser Handeln hat Konsequenzen.

Gerade aus der Sicht des Marketings.

Wenn du gute Arbeit leistest, wird sich das herumsprechen und man empfiehlt dich weiter. Du wirst mehr Geld und Anerkennung gewinnen und womöglich bald befördert. (Das nächste Leben in einer höheren Kaste.)

Wenn du schlechte Arbeit leistest, hat das eine Reihe von unangenehmen Konsequenzen, die letztlich dazu führen können, dass du deinen Job verlierst. (Das nächste Leben dann in einer niedrigeren Kaste bzw. in einem schlechteren Job.)

Es wird noch etwas komplizierter:

Es zählt nicht nur, wie du dich deinen Kunden gegenüber verhältst, sondern auch, wie du dich verhältst, wenn DU der Kunde bist.

Gibst du dem Taxifahrer Trinkgeld? Oder bestellst du gleich das billige Uber? Knauserst du oder bist du spendabel?

Dreimal darfst du raten, wie sich deine Kunden dir gegenüber verhalten werden.

Bei mir ist es z.B. so: Ich gebe viel Geld für mein süßes, kleines Unternehmen namens Absatzzeilen aus. Um meine Website kümmern sich Grafikdesigner und IT-Experten. Ich zahle Steuern, bin versichert und besuche Veranstaltungen und Weiterbildungen, um auf einem hohen professionellen Niveau arbeiten zu können.

Das gibt Karmapunkte.

Meine Kunden sind bereit, für meine hochwertigen Leistungen entsprechend zu bezahlen.

Bad Karma.

Ich kenne aber auch Leute, die an allen Ecken und Enden knausern und immer alles gratis oder billig haben wollen und die sich dann wundern, warum sie ständig ihren Kunden mit Mahnungen hinterherlaufen müssen. Wenn sie überhaupt welche haben.

Das ist doch kein Wunder. Wer Mangel ausstrahlt, bekommt Mangel zurück.

Aber: Wie soll man großzügig sein, wenn man selbst nichts oder nur wenig hat? Die Wirtschaftslage ist schwierig, wir müssen alle sparen, blablabla. Ich weiß.

Die Lösung heißt: Vertrauen.

Ja, es ist schwierig. Ja, es könnte schief gehen. Aber irgendwer muss den ersten Schritt in die richtige Richtung machen. Warum nicht du?

Investiere großzügig in etwas, das sich auszahlen wird. Vertraue darauf, dass du es in irgendeiner Form zurückbekommen wirst.

Zahle den normalen Preis für eine Leistung, unterstütze einen Branchenneuling mit Rat und Tat oder gib einem Konkurrenten einen wertvollen Tipp.

Tue so, als ob du es dir leisten könntest.

Was jemand anderen reicher macht, macht dich nicht ärmer – im Gegenteil.

Die Gegenleistung für deine Großzügigkeit erhältst du nicht unbedingt von derselben Person. Aber das Prinzip von Ursache und Wirkung ist universell.

Wir bekommen, was wir geben, und das nicht erst im nächsten (Business-)Leben.

 

Foto: Mels Archiv (2012 in Japan)

 


3 Comments:

  1. Yasmin Azgal sagt:

    love it 😀 das universelle Gesetz der Anziehung – hast super geschrieben!

    Knutsch
    Yasmin

  2. Clemens Kukla sagt:

    toller Blog Melanie! Sehr anregend und kreativ. Danke dafür und nur weiter so! 🙂

    Liebe Grüße

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