Deutschstunde
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“Hefte raus, Diktat!”

Oft sind es ja die offensichtlichsten Dinge, die am schwersten zu erkennen sind.

Obwohl ich in meiner Schulzeit zumeist Klassenbeste war und als Streberin gehänselt wurde, hätte ich NIEMALS gedacht, dass ich mal Lehrerin werden würde!

Marketing für die deutsche Sprache

Nun ist es soweit, die Flüchtlingskrise hat den Bedarf nach Lehrern für Deutsch als Fremdsprache rasant ansteigen lassen und ich habe kurzerhand vom Marketing auf das Unterrichten umgesattelt.

Dabei gibt es erstaunlich viele Parallelen zwischen beiden Tätigkeiten.

Sowohl im Marketing, als auch im Unterricht geht es um

  • Aufmerksamkeit (Schüler sind ja wie Konsumenten ständig von anderen Dingen abgelenkt)
  • Verständlichkeit (komplexe Dinge einfach zu erklären)
  • Wiederholung (ob im Werbeblock oder beim Vokabelnlernen)
  • Interaktivität (eine Klasse ist auch nur eine “Community”, die man pflegen muss)
  • Emotionen (mit Spaß lernt man besser bzw. kauft man mehr)

Meine ersten 4 Monate als Vollzeit-Lehrerin waren sehr spannend und ich habe das Gefühl, dass ich einen sinnvollen Beitrag zu einer der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit – der Integration von Menschen verschiedenster Herkunft in unsere Gesellschaft – leiste.

Ist das nicht eine schöne Wendung meines Schicksals?

Früher hat man mich dafür gehasst, dass ich alles besser wusste.

Jetzt bezahlt man mich dafür.

 

Bild: Copyright: www.123rf.com/profile_vectorlab (bearbeitet von Mel)

RINGANA
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ringana_chiWer mich kennt, weiß, dass ich hochwertige Dinge liebe.

Sei es beim Thema Mode, Essen oder Literatur – auf die Qualität kommt es an.

Daher freue ich mich, dass ich vor einiger Zeit RINGANA Frischekosmetik entdeckt habe.

Made in Austria

RINGANA ist ein österreichisches Unternehmen, das seit nun 20 Jahren hochwirksame Naturkosmetik und Nahrungsergänzungsmittel produziert. Die Produkte werden frisch in Österreich hergestellt und sind nur online erhältlich, da sie für den Verkauf in Drogerien und Apotheken eine Haltbarkeit von mind. 6 Monaten bräuchten. Das erreichen herkömmliche Produkte durch Konservierungsstoffe und allerlei nutzlose bis schädliche Zusätze wie Mineralöl und Kunststoffe.

ringana_balance100 % Frische

RINGANA hingegen setzt auf 100 % Frische (8-10 Wochen nach Öffnen des Produkts haltbar), dadurch können z.B. auch Blütenextrakte verwendet werden, die bei künstlicher Konservierung zerstört würden.

Natürlich sind alle Verpackungen aus Recyclingmaterial und selbst die Farbe in den Produktkatalogen ist pflanzlich.

Außerdem bietet RINGANA eine Verdienstmöglichkeit über den Direktvertrieb. Auch ich bin jetzt selbständige Frischepartnerin und möchte gerne meinem Netzwerk diesen Trend zu Gesundheit und Schönheit im Einklang mit der Natur näherbringen.

 

Neugierig geworden? Dann schau doch mal auf www.ringana.at rein.

Wäre lieb, wenn du bei einer Bestellung unter „Wie sind Sie auf Ringana aufmerksam geworden?“ meinen Namen eintippst, dann bekomme ich Punkte. 🙂

Oder komm am Dienstag, 11.10. zum exklusiven Fresh_up im Mélia Hotel Wien und lass dir die Produkte zeigen. Schreib’ mir bitte eine Mail, damit ich uns anmelden kann.

ringana_frischepaketViel Spaß und bleib frisch!

 

P.S. Interessant für Sportler/innen: Die neuen Shakes, Kapseln und das Thermo active Gel.

 

Bilder by Mel

#SeuratSignacVanGogh

matisse_papageientulpen_s

Ich weiß gar nicht, ob ihr es wusstet, aber ich hätte mal fast Kunst studiert.

Aus verschiedenen Gründen habe ich mich nicht getraut, aber ich habe mir bei meinem Sprach- und Literaturstudium oft die Kunstthemen rausgesucht und meine Seminararbeiten in Italienisch über den Futurismus in Neapel und in Französisch über Émile Zolas Künstlerroman „L’Oeuvre“ geschrieben.

Daher freute es mich besonders, dass mich die Albertina letzte Woche zur Bloggerkonferenz im Rahmen der Ausstellungseröffnung von „Wege des Pointillismus“ (läuft bis 8.1.2017) eingeladen hat. Wir erhielten eine exklusive Führung und einen Blick hinter die Kulissen. Einige von euch haben die Berichterstattung ja bereits live unter dem Hashtag #SeuratSignacVanGogh auf Twitter, Instagram etc. mitverfolgt.

2016-09-16-18-24-08Der Fotograf Chris Waikiki sorgte mit seiner Begleitung, einem gepunkteten Bodypainting-Model, für Aufsehen.

Mal abgesehen davon, dass dort nun berühmte Werke von Vincent Van Gogh, Henri Matisse, Paul Klee und vielen anderen hängen, die ihr unbedingt sehen müsst(!), mache ich mir auch meine eigenen Gedanken zur Kunst damals und heute, im Zeitalter von Selfies, Filtern und Selbstdarstellungsvideostreams.

Die Pointillisten wurden Ende des 19. Jahrhunderts für ihre „Oberflächlichkeit“ kritisiert, weil sie den Fokus weg vom Bildmotiv und hin zur Art und Weise des Farbauftrags auf der Leinwand in Punkten, Strichen und kommaartigen Häkchen lenkten. In Anlehnung an die Wissenschaft untersuchten die Künstler die Entstehung der Farbe im Auge des Betrachters und legten den Grundstein für abstrakte Malerei. Piet Mondrian zerlegte die Welt dann vollständig in einfarbige geometrische Flächen, Linien und rechte Winkel, auf der Suche nach einer absoluten, gegenstandslosen Harmonie und einer „universalen Schönheit“.

Vielleicht geht unsere heutige, digitale Welt genau den umgekehrten Weg.

2016-09-16-23-25-44Aus computerberechneten Pixeln werden Bilder, Videos, Lichtinstallationen. Die originalgetreue Abbildung der Realität ist längst nicht mehr nur Künstlern und Fotografen vorbehalten. Mit Programmen wie Photoshop können wir Bilder beliebig bearbeiten, verfremden oder mit Instagram und Prisma Bilder mit kunstvollen Filtern aufpeppen, wie ich es während der Bloggerkonferenz getan habe.

Was bei den Pointillisten wochenlange, mühsame Atelierarbeit war, geht heute mit wenigen Klicks (wenn auch nicht in Öl auf Leinwand). Im Zeitalter des 3D-Drucks wird klassische Bildhauerei überflüssig.

Wir beherrschen also jetzt die Oberfläche.

Vielleicht wäre es nun wieder an der Zeit, uns den Inhalten und der tieferen Bedeutung jeder Darstellung zu widmen.

Aber was weiß ich schon, ich habe ja nicht Kunst studiert. ><

 

Bild 1: Henri Matisse, Papageientulpen, 1905 Öl auf Leinwand Albertina, Wien – Sammlung Baltliner (c) mit freundlicher Genehmigung der Albertina

Bild 2: Ivana Novoselac-Binder (rechts) und Kollegin mit Farbauswahl für Wandgestaltung vor Théo van Rysselberghes “Familie im Obstgarten”, 1890

Bild 3: Miriam Hygen, Nicole Makeup Your Style, Bildbearbeitung by Mel

2016-03-17 12.42.42Welche Aussteller heuer auf der CeBIT waren und was die neuesten IT-Trends sind, könnt ihr auf vielen anderen Webseiten und Blogs nachlesen.

Nur hier bei mir gibt es meinen persönlichen Eindruck von dem Spektakel in Hannover (das nennt man auch „Unique Content“).

Es kostet schon ein bisschen Überwindung, ganz alleine und ohne konkreten Plan auf so eine riesige Messe zu gehen. Darum waren meine Erwartungen für dieses 1. Mal relativ gering: Mich umschauen, ein bisschen netzwerken und vor allem viele interessante Infos aufnehmen.

Das ist es nämlich, was mir bei den Branchenevents in Österreich oft fehlt: Neuer Input. Es werden zumeist die ollen Kamellen durchgekaut, Digitalisierung und Social Media als Neuentdeckung angepriesen und Trends von vorgestern skeptisch untersucht.

2016-03-17 12.51.28Zurück in die Zukunft

Auf der CeBIT ist das anders.

Die CeBIT ist international.

Die CeBIT ist wie eine Reise in die Zukunft – die ja in anderen Ländern schon Gegenwart ist.

Es war schon befremdlich, zur Mittagszeit durch die Länderpavillions zu schlendern, wo die chinesischen, koreanischen und japanischen Aussteller hinter ihren Präsentationstischen hastig Reisgerichte verputzten, während vorne freundliche Roboter für die Besucher tanzten.

Überwältigt und ein bisschen verwirrt von der Vielzahl an neuen Technologien in dem Labyrinth aus 23 Messehallen holte ich mir einen Cappuccino und setzte ich mich vor eine Bühne mit leuchtender, pinker Deckendeko – der imposante T-Mobile-Stand.

2016-03-17 14.08.35Es ist pink – es blinkt – ich will es haben!

Genau in dem Moment fing eine Modenschau an – natürlich ging es um die Haute Couture der Wearables. Vielleicht habt ihr auch meinen Periscope-Livestream dazu gesehen. Laute Musik, tanzende Sportmodels, schrille, blinkende Kostüme mit diversen Displays und Sensoren… keine Ahnung, wozu, aber es sah gut aus und die Show war unterhaltsam!

Anschließend erklärte der Designer in einer Gesprächsrunde, wie z.B. ein digitaler Handschuh die Krankenpflege verändern könnte: Indem er bestimmte Arbeitsbewegungen automatisch erkennt, die dann der Pfleger nicht mühsam schriftlich in einen Bericht eintragen muss. Gesparte Zeit, die er wiederum für den Patienten verwenden kann.

Ich war beeindruckt.

Als ich aufstand und weitergehen wollte, wurde ich direkt von einer Dame aufgehalten und sollte die Show bewerten. Mein Feedback wurde natürlich sofort ins Tablet getippt, damit der nächste Auftritt noch mehr meinen Wünschen entspricht. Respekt! So viel Professionalität habe ich in Österreich noch nie erlebt.

Abends ging ich etwas erschöpft ins Hostel. Mein eigentliches Ziel war ja die große Bloggerkonferenz „Rock the Blog“ am Freitag, dem letzten CeBIT-Tag.

2016-03-18 10.34.33Rock the Blog #RTB16

Bei diesem ganztägigen Event waren Frauen – anders als auf der CeBIT allgemein – auf einmal nicht mehr in der Minderheit.

Auf drei Bühnen gab es eine Unmenge spannender Talks rund ums Thema Bloggen, Social Media und Content Marketing. Von der Keynote des Bloggers des Jahres, dem Techtainer Sascha Pallenberg, über Tipps von Journalisten, PR-Leuten und Snapchat-Experten war es wirklich ein sehr inspirierendes Programm.

Und – Halleluja! – es waren auch US-amerikanische Speaker da, u.a. von Google, Klout und eMarketer. Von denen können und müssen wir in der Hinsicht einfach noch einiges lernen.

Insgesamt kann ich noch nicht genau sagen, was der ROI meines CeBIT- und RTB-Besuchs sein wird.

Es wird auch von der Offenheit meiner Kunden gegenüber diesen neuen Tools und Denkansätzen abhängen. Ich freue mich darauf, es auszuprobieren!

 

Fotos by Mel

Business-woman-popartDavor haben Selbständige am meisten Angst: Was tun, wenn die Aufträge ausbleiben? Bzw. wenn die aktuellen Honorare gerade so ausreichen, um die vorhandenen Fixkosten wie Miete, Sozialversicherung und Lebenshaltungskosten zu decken, aber man z.B. nichts für die quartalsweise fällige Umsatzsteuer auf die Seite legen kann, weil das Konto eh schon gähnend leer ist?

Die erste wichtige Frage, die man sich in dieser Situation stellen sollte:

Ist das nur eine Phase oder ein Dauerzustand?

Wenn die Aufträge nach der Firmengründung generell ausbleiben, solltest du dir Gedanken über dein Geschäftsmodell machen. Gibt es überhaupt Bedarf an deinem Produkt oder deiner Dienstleistung? Im Idealfall solltest du das schon anhand deines Businessplans und in der Interaktion mit potentiellen Kunden (z.B. über die Social Media) überprüft haben.

Manchmal ist die Akquisezeit auch länger, wenn du es beispielsweise auf Konzerne oder öffentliche Einrichtungen als Kunden abgesehen hast. Aber es sollten signifikante Fortschritte im Verkaufsprozess sichtbar sein, sonst läuft deine Firma wohl dauerhaft ins Leere.

Sunshine after the rain

Keep calm and wait for summerIn den meisten Branchen bewegt sich das Business in Wellen, abhängig von der Saison oder der allgemeinen Wirtschaftslage. Unser Wirtschaftssystem ist sehr komplex und wie man täglich in den Medien sieht, können selbst Banken, Regierungen und Wissenschaftler es nicht 100%ig erklären, geschweige denn vorhersagen. Es wird einfach von so vielen Faktoren beeinflusst, gezielt manipuliert und schwankt mit den irrationalen menschlichen Emotionen.

Bei mir laufen die Geschäfte beispielsweise im Sommer sehr gut. Scheinbar haben da meine Kunden weniger mit ihrem Tagesgeschäft zu tun und nehmen sich Zeit für ihr Marketing, um sich auf das Business nach den Sommerferien vorzubereiten. Im Winter ist dagegen oft eher wenig los. Wenn man das ein paar Jahre lang so beobachtet hat, kann man sich darauf einstellen und weiß, dass es spätestens im Frühling wieder bergauf geht mit der Auftragslage.

In der Zwischenzeit hilft ein Gespräch mit der Bank, die sich normalerweise kooperativ zeigt, wenn die Geschäfte bisher gut liefen.

Wie nutzt man die Flaute positiv?

In dieser Situation hast du also wenige Aufträge und bist knapp bei Kasse.

Aber du hast eine sehr wertvolle Sache im Überfluss: Zeit.

Während scheinbar jeder zu wenig Zeit für alles hat, weißt du nicht, wohin mit den endlosen, täglichen 24 Stunden. Dabei besteht die Gefahr, dass du die Zeit zum Nachdenken nutzt und dir Sorgen über deine Situation machst. Das wäre allerdings kontraproduktiv, da man durch die Beschäftigung mit den negativen Aspekten diese Situation verstärkt. Und Jammerer kommen auch nirgends gut an.

Business_MeditationKeep calm and talk to the right people

Du brauchst also vor allem erstmal Vertrauen, dass es wieder besser wird.

Um das aufzubauen, helfen mir vor allem Gespräche mit anderen Selbständigen. Denn meine angestellten Freunde haben für meine Situation eher weniger Verständnis. Die hätten ja genau deswegen selbst viel zu viel Angst sich jemals selbständig zu machen und raten mir dann zumeist auch, mir doch wieder einen Angestelltenjob zu suchen. Wer aber wirklich Unternehmergeist hat, für den kommt das nicht in Frage, allein weil er von der Persönlichkeit her viel Freiheit braucht und Verantwortung übernehmen will und sich keinem (vermeintlich) inkompetenten Chef mehr unterordnen kann.

Auch Gespräche mit der Familie sind eher kontraproduktiv. Meine Mama macht sich eh schon genügend Sorgen um ihre Tochter, die alleinstehend im Ausland lebt und immer nach scheinbar unerreichbaren Zielen strebt. Helfen kann sie eh auch nicht, also brauche ich ihr gar nicht von dem dicken, fetten Minus auf meinem Konto erzählen. Sie macht mir höchstens noch zusätzlich Schuldgefühle, dass ich mich überhaupt für diesen Lebensweg entschieden habe.

Selbständige dagegen wissen: Das Auf und Ab ist normal.

Wohin also mit der Zeit?

Die meisten Veranstaltungen, Fortbildungen oder sonstigen Selbstoptimierungsmaßnahmen kosten ja leider auch wieder Geld, das man gerade nicht hat.

Das ein oder andere günstige Angebot sollte man aber durchaus wahrnehmen, damit man beim nächsten Auftraggeber mit der neuen Erfahrung oder zusätzliche Qualifikation punkten kann. Ich fliege z.B. demnächst auf die CeBIT und erhoffe mir davon grandiosen fachlichen Input und ein paar interessante Kontakte, die meine österreichischen Konkurrenten wahrscheinlich nicht haben.

Die zweite sinnvolle Beschäftigung ist meiner Meinung nach: Freizeit.

Ja, wirklich. Und zwar ohne deswegen ein schlechtes Gewissen zu haben. Das Bild vom Selbständigen, der „selbst und ständig“ immer im Dienst ist und auch an Wochenenden und Feiertage nie frei hat, hat ausgedient.

Es wird zwar allerorts zu Work-Life-Balance und Nachhaltigkeit aufgerufen. Dennoch leben wir nach wie vor überwiegend in einer Leistungsgesellschaft, in der Freizeit nur in Maßen gewünscht und geduldet wird.

Angst vor der Stille

Wer nichts zu tun hat, ist wahrscheinlich unterqualifiziert und/oder faul. Vollbeschäftigung ist Regierungsziel. Selbst im Urlaub steht bei vielen Leuten die Aktivität im Vordergrund, damit sie anschließend spannende Bilder auf Facebook zu posten haben.

Wer so denkt, übersieht aber Folgendes:

rich-girl

 

Was haben ein Selbständiger in Auftragsflaute und ein Millionär gemeinsam?

 

 

Sie haben Zeit. Sehr viel Zeit.

Auch das ist Reichtum.

 

 

 

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Ausverkauf
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broken-heel_ciIn den letzten Monaten war es still auf meinem Blog.

Ich habe mir viele Gedanken gemacht über mich, mein Leben, meinen Job und die Welt.

Als Geisteswissenschaftlerin bin ich ein sehr idealistischer Mensch, auch wenn ich in einer sehr konsumorientierten Gesellschaft lebe und auch wenn mein Beruf als Werbetexterin sich direkt mit dem Thema Verkaufssteigerung befasst.

Die Medien sind voll von Krisen. Flüchtlingskrise, Finanzkrise, Euro-Krise etc.

Trotzdem läuft unser Konsumverhalten scheinbar davon unberührt weiter. Eine Rabattaktion jagt die nächste und man kann sich vor Sonderangeboten, Gratis-Goodies und Probierpaketen kaum retten.

Wie passt das zusammen?

Klar, es muss billig sein, damit die Leute momentan überhaupt etwas kaufen. Allerdings verdient dann keiner mehr etwas daran und plötzlich stehen auch Branchenriesen vor Milliardenverlusten oder gehen gleich insolvent.

Es ist an der Zeit, unsere Werte zu überdenken.

Für Absatzzeilen heißt das momentan: Auch mal flache Schuhe anziehen.

Hohe Absätze sehen zwar schön aus, bringen auf Dauer aber nur Schwielen an den Füßen.

Werbung, Marketing und PR müssen moralisch vertretbar sein.

Verkaufszahlen sind nur einer von vielen KPIs, die uns interessieren sollten.

Und zwar nicht nur, weil Integrität und soziale Verantwortung gut fürs Firmenimage sind, sondern weil sie gut für uns sind.

 

Urheberrecht Bild: http://www.123rf.com/profile_immermehr (bearbeitet von Mel)

Keine Zeit
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Idee_mEs gibt keinen Mangel an Zeit, es gibt nur einen Mangel an Priorität(en).

Tatsächlich hatte ich jetzt vier Monate lang „keine Zeit“ für meinen Blog, obwohl ich den eigentlich alle zwei Wochen aktualisieren will. Aus dieser Blog-Pause habe ich ein paar Dinge gelernt.

Fakt ist – wie auch meine Kunden immer wieder sagen:

1.) Es gibt wichtigeres als einen Blog.

Das stimmt. Das Tagesgeschäft geht vor. Wenn das Business gut läuft, sollte man das nutzen, Gas geben und sich später um den Content kümmern, denn wer weiß, wie lange die Erfolgssträhne anhält? Das gilt besonders für 1-Mann- bzw. 1-Frau-Unternehmen.

Das habe ich die letzten vier Monate gemacht. Ich habe noch nie so viel getextet wie diesen Sommer – aber eben nicht für meinen eigenen Blog, sondern für meine Kunden.

Entwurf_m2.) Willst du gelten, mach dich selten.

Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass einige Kunden und Bekannte in letzter Zeit gefragt haben, wann sie denn wieder etwas von mir zu lesen bekämen. Statt die Leute zuzuspammen, habe ich mich rar gemacht (zumindest für die Leute, die mir nicht auf Twitter oder Instagram folgen oder meine FB-Seite geliked haben) – und dadurch wertvoller.

Das gilt nicht nur online, sondern auch offline, z.B. auf Events. Wer immer und überall präsent ist, scheint wohl dringend auf Auftragssuche zu sein. Die wirklich wichtigen und erfolgreichen Menschen überlegen sich gut, welche Veranstaltungen sie besuchen und welche weniger Priorität haben.

(Allerdings sollte man auch nicht völlig von der Bildfläche verschwinden, denn dann gerät man schnell in Vergessenheit.)

3.) Content Outsourcing

Ab und zu bräuchte eben auch ich jemanden, dem ich ein paar Ideen und Stichpunkte sagen kann und der dann das Bloggen für mich übernimmt. Wäre das nicht praktisch, jemanden zu haben, der sich in meine Situation einfühlen kann und dann so schreibt, als wäre der Text von mir?

Content_mJemanden wie… mich! 🙂

Genau diese Aufgabe übernehme ich für meine Kunden. Und das ist unglaublich nützlich! Denn so können meine Kunden ihrem Tagesgeschäft nachgehen und trotzdem ihren Interessenten von ihren Erfolgen berichten.

Also, wenn auch du ab und zu „keine Zeit“ für Blog, Pressemeldungen oder Social Media hast, aber deine Ideen dennoch gehört werden sollen – denk’ ans Outsourcing. Lass mich für dich texten, während du wichtigeres zu tun hast.

 – gezeichnet: Mel persönlich –

Fotos: Copyright: http://www.123rf.com/profile_olegdudko

Ich bin ein durchaus positiv gestimmter und offener Mensch. Aber ab und zu muss ich auch Nein sagen.

Das habe ich in letzter Zeit öfter getan und es tut wirklich gut:

Nein zu einem Kunden, der mich auf Facebook blöd angemacht hat.

Lieber verzichte ich auf den Folgeauftrag, denn meine Würde ist unbezahlbar.

Nein zu einem Netzwerk, das von meiner Leistung profitiert ohne diese angemessen zu honorieren.

Lieber verzichte ich auf den Status „Gruppenkonsul“, denn meine Freizeit ist unbezahlbar.

Nein zu falschen Freundinnen, die mein Business untergraben wollen.

Lieber verzichte ich auf deren Gesellschaft, denn Loyalität ist unbezahlbar.

Aktuell auch: Nein zu Urlaub. Selbständigkeit ist schwierig, aber von meiner Berufung zu leben, ist unbezahlbar.

Nein ist böse.

Als erfolgreiche Frau werde ich im Geschäftsalltag immer wieder als kalt und unnahbar bezeichnet, wenn ich mich für mein Business einsetze. Ich könnte doch den Auftrag als Tauschgeschäft oder Freundschaftsdienst machen. Viele machen das ja auch.

Nachhaltigkeit.

Bei mir ist das anders. Ich habe keine Familie oder einen Ehemann, der mich durchfüttert und es abfangen würde, wenn mein Business nicht rentabel wäre. Oder wenn ich zu feige wäre, Preise durchzusetzen, von denen ich leben kann.

Ich muss knallhart kalkulieren. Meine persönlichen Ressourcen sind begrenzt und ich MUSS sie effizient einsetzen, um meine Rechnungen zahlen zu können.

Und ehrlich gesagt bin ich auch froh darüber, dass ich so lebe. Schließlich habe ich mir das so ausgesucht, bewusst oder unbewusst. Ich – und nur ich – bin verantwortlich für meine Situation, für meine Erfolge und Misserfolge. Und ich sage:

Ja zu Unabhängigkeit, auch wenn es mir Angst macht, dass im Notfall nur der Staat für mich da ist.

Ja zu meinem Traum, vom Schreiben zu leben, denn ich glaube an mein Talent dazu.

Ja zu 100%-iger Aufrichtigkeit mit mir selbst und anderen, denn ich möchte nicht so leben wie all die Menschen, die nicht den Mut haben, auch mal Nein zu sagen, wenn sie Nein meinen.

 

Copyright Bild: http://www.123rf.com/profile_corund

Bücherwurm-content Immer häufiger fragen mich Leute, ob ich nicht einen Texter-Workshop anbieten möchte, um ihnen das Werbetexten beizubringen.

Ich fühle mich geehrt, aber ich muss sagen: In mir sträubt sich etwas dagegen.

Sicher gibt es viele Tricks und Faustregeln, die beim Texten für Webseite, Flyer und Co. helfen und aus einem guten Text hervorragenden Content machen.

Aber meine Überzeugung ist:

Das Texten fängt beim Lesen an.

Es kann nur das aus dir rauskommen, was du vorher in dir aufnimmst.

Wenn jemand täglich „Heute“ und „Österreich“ liest und seine Lieblings-TV-Sendungen DSDS und GNTM sind, dann wage ich zu behaupten, dass er oder sie nie eine geistig anspruchsvolle Headline schreiben wird.

Da hilft kein Texter-Workshop der Welt.

Ich habe da ein paar Jahre Vorsprung.

Ich war schon immer eine Leseratte. Ich habe Literaturwissenschaften studiert, weil ich so viel Weltliteratur wie möglich lesen wollte. Von Julius Caesar über italienische Minnelyrik bis zu postmodernen, philosophischen Diskursen habe ich so einiges gelesen.

Dabei habe ich trainiert, komplexe rhetorische Figuren zu analysieren und auch lange, unübersichtliche Texte schnell zu begreifen und zusammenzufassen.

Das hilft mir ungemein, wenn ein Kunde auf mich zukommt, der Struktur in seine Webinhalte bringen will. Es ist wie damals, beim Übersetzen eines langen, lateinischen Schachtelsatzes.

Book-stairsIch sehe den roten Faden.

Ich teile die Inhalte in kleine Einheiten, und gebe ihnen gedanklich eine neue, sinnvolle Ordnung.

Ich übersetze Chaos in verständliche Aussagen. Ich veranschauliche abstrakte Prozesse mit konkreten Beispielen.

Dabei gebe ich auch Empfehlungen, wie man den Besucher so durch die Webseite führen kann, dass ein dramaturgischer Spannungsbogen entsteht, der in eine Handlungs- bzw. Kaufaufforderung („Call to action“, wie man das im Marketing-Deutsch nennt) mündet.

Wir lieben, was wir kennen.

Je mehr man liest, hört und sieht, umso größer der eigene Wortschatz. Und umso größer das Repertoire an hervorragenden Inhalten, auf die man anspielen kann.

Es muss nicht immer Goethe sein.

Ein Slogan kommt besonders gut an, wenn er ein dem Leser bekanntes Muster wiederholt, wie z.B. mein Claim für eine Lampenfirma: „Die helle Seite der Nacht“. Den verstehen nicht nur Star Wars-Fans.

Es gibt auch stumme Bücherwürmer.

Andererseits gibt es auch viele belesene Menschen, die niemals schreiben. Warum?

Haben sie wirklich keine Ideen?

Oder ist es vielleicht eher eine Frage des Selbstbewusstseins?

Hast du eine eigene Stimme?

Traust du dich, deine Meinung öffentlich niederzuschreiben?

„Es wurde schon alles gesagt, nur nicht von jedem“, heißt es immer so schön.

scribbled-starsWer hat das bereits vor dir so ähnlich oder gar besser geschrieben?

Wie werden die Leute auf dich reagieren?

Willst du wirklich diese Stellung beziehen? Dich verletzbar machen? Deine eigenen Gedanken der oftmals achtlosen Kritik Anderer aussetzen? (Denn ja, die kann verdammt wehtun.)

Ich glaube, das sind die wahren Fragen, die hinter dem „Schreiben oder nicht Schreiben“ stehen.

Vielleicht werde ich dazu mal einen Workshop geben.

Würdest du dich anmelden?

 

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Glas-halb-vollIst die Seite nun halb voll oder halb leer?

Content is King. We fear the King.

Dass Content (also Inhalt) wichtig für das Marketing ist, haben die meisten Firmen inzwischen mitbekommen. Dennoch sträuben sich viele dagegen, etwas mehr als nur harte Zahlen und Fakten auf ihrer Webseite und in ihrer gesamten Kundenkommunikation preiszugeben.

Sie fragen nach dem ROI (Return on Investment) von Social Media-Aktivitäten und zögern, Geschichten aus ihrem Unternehmensalltag für Marketing-Zwecke zu nutzen.

Warum eigentlich?

Glas_leerIn vielen Fällen: Weil da nichts ist, was man erzählen könnte.

Keine Werte außer der Umsatzzahlen.

Keine Motivation außer dem 14. Monatsgehalt.

Keine Begeisterung, aus der heraus interessante Geschichten entstehen könnten.

Höchstens Kritik und Gemaule unter den Angestellten, das potentielle Kunden abschrecken könnte.

Peinlich.

Sowas sollte man in der Tat nicht an die große Glocke hängen.

Wenn mich eine Firma engagiert, um ihre Werbetexte zu verbessern, mache ich mich auf die Suche nach der verborgenen Geschichte, die wir dem Leser bzw. Kunden erzählen können (sog. Storytelling).

Glas_vollOft ist aber das Problem, dass es da nicht viel zu erzählen gibt.

  • Unternehmensphilosophie: „Haben wir immer so gemacht.“
  • Unternehmensstrategie: „Was sich halt ergibt.“
  • Unternehmenszielgruppe: „Ja eh alle.“

So aufregend wie ein Glas stilles Wasser.

Man kann es versuchen, aber daraus wird wahrscheinlich keine hammermäßige Marketing-Kampagne.

water-on-the-rocksGuter Content ist nur die Spitze des Eisbergs.

Die übrigen 80% sind die Werte, auf denen ein Unternehmen fußt und die sich in seiner Firmenkultur, in den Produkten und folglich auch in der Kundenkommunikation wiederspiegeln. (Vermutlich findet das Pareto-Prinzip (80/20-Regel) auch hier Anwendung.)

Eine gute Geschichte sollte man nur freilegen, nicht erfinden.

Es ist nämlich so: Ich als Texterin denke mir keine Geschichten für Unternehmen aus. Ich erzähle gekonnt und aufmerksamkeitswirksam, was es Interessantes zu erzählen gibt.

Wenn es nichts gibt, ist das ein Fall für einen Unternehmensberater. Dann sollte man überlegen, ob die Firma generell auf dem richtigen Weg ist.

Denn die Leser bzw. Kunden von heute lassen sich keine Märchen erzählen.

Daher meine Bitte an potentielle Kunden:

Bevor Sie mich engagieren, um Ihre Geschichten zu erzählen, gehen Sie raus und erleben Sie welche!

Dann klappt’s auch mit dem Content.

Cheers!mojito

 

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