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Die Content-Crux

09 April 2015,   By ,   2 Comments

Glas-halb-vollIst die Seite nun halb voll oder halb leer?

Content is King. We fear the King.

Dass Content (also Inhalt) wichtig für das Marketing ist, haben die meisten Firmen inzwischen mitbekommen. Dennoch sträuben sich viele dagegen, etwas mehr als nur harte Zahlen und Fakten auf ihrer Webseite und in ihrer gesamten Kundenkommunikation preiszugeben.

Sie fragen nach dem ROI (Return on Investment) von Social Media-Aktivitäten und zögern, Geschichten aus ihrem Unternehmensalltag für Marketing-Zwecke zu nutzen.

Warum eigentlich?

Glas_leerIn vielen Fällen: Weil da nichts ist, was man erzählen könnte.

Keine Werte außer der Umsatzzahlen.

Keine Motivation außer dem 14. Monatsgehalt.

Keine Begeisterung, aus der heraus interessante Geschichten entstehen könnten.

Höchstens Kritik und Gemaule unter den Angestellten, das potentielle Kunden abschrecken könnte.

Peinlich.

Sowas sollte man in der Tat nicht an die große Glocke hängen.

Wenn mich eine Firma engagiert, um ihre Werbetexte zu verbessern, mache ich mich auf die Suche nach der verborgenen Geschichte, die wir dem Leser bzw. Kunden erzählen können (sog. Storytelling).

Glas_vollOft ist aber das Problem, dass es da nicht viel zu erzählen gibt.

  • Unternehmensphilosophie: „Haben wir immer so gemacht.“
  • Unternehmensstrategie: „Was sich halt ergibt.“
  • Unternehmenszielgruppe: „Ja eh alle.“

So aufregend wie ein Glas stilles Wasser.

Man kann es versuchen, aber daraus wird wahrscheinlich keine hammermäßige Marketing-Kampagne.

water-on-the-rocksGuter Content ist nur die Spitze des Eisbergs.

Die übrigen 80% sind die Werte, auf denen ein Unternehmen fußt und die sich in seiner Firmenkultur, in den Produkten und folglich auch in der Kundenkommunikation wiederspiegeln. (Vermutlich findet das Pareto-Prinzip (80/20-Regel) auch hier Anwendung.)

Eine gute Geschichte sollte man nur freilegen, nicht erfinden.

Es ist nämlich so: Ich als Texterin denke mir keine Geschichten für Unternehmen aus. Ich erzähle gekonnt und aufmerksamkeitswirksam, was es Interessantes zu erzählen gibt.

Wenn es nichts gibt, ist das ein Fall für einen Unternehmensberater. Dann sollte man überlegen, ob die Firma generell auf dem richtigen Weg ist.

Denn die Leser bzw. Kunden von heute lassen sich keine Märchen erzählen.

Daher meine Bitte an potentielle Kunden:

Bevor Sie mich engagieren, um Ihre Geschichten zu erzählen, gehen Sie raus und erleben Sie welche!

Dann klappt’s auch mit dem Content.

Cheers!mojito

 

Urheberrecht Bilder:

1-3) http://de.123rf.com/profile_andreykuzmin (bearbeitet von Mel)

4) http://de.123rf.com/profile_goodween123

5) http://de.123rf.com/profile_alex_l


2 Comments:

  1. Guten Vormittag Melanie,

    Danke für deine Zeilen über den Content. Eine gute Geschichte, die deine Arbeit beschreibt, ist nun mal weitaus vorteilhafter, um den Kunden für einen Vertragsabschluss zu begeistern, als “trockene” Zahlen, unter denen sich der Kunde (manchmal) gar nix vorstellen kann. Viele haben verlernt, “ihre” Geschichten zu erzählen, bzw. diese zu sehen, sie sind ein wenig “betriebsblind” geworden.

    Das kann man sich jedoch nur erlauben, wenn die eigene Firma eh von selbst läuft, weil … Hast du eine solche Firma oder kein Produkt, das sich von selbst verkauft, dann ist es vorteilhaft, Zeit zu investieren – Zeit für eine gute Geschichte deines Unternehmens. Keine erfundene, sondern nachzudenken, wo sind meine Kundenerfolge, wo habe ich mich gegenüber anderen profiliert und abgehoben mit meiner Dienstleistung?

    Eben wie du es nennst, die Geschichte freizulegen (sic!). Nicht mehr aber auch nicht weniger. Grosses Danke an dich für diesen wertvollen Gedankenschubbs. Freu mich auf ein Wiedersehen beim Rotating Dinner.

    Cheer´s und eine gute Zeit dir
    Ferdinand

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